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Ab 29. Januar 2009 im Kino

Wo läuft der Film ?

Wann und wo kann ich den Film sehen ? Weiterlesen

Fragen an den Regisseur Thomas Stuber. Weiterlesen

Anmerkungen von Regisseur Thomas Stuber. Weiterlesen

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Filmstarts.de

„Teenage Angst“ ist der vierte Film von Thomas Stuber und trotz der knappen Spielzeit von etwas mehr als 60 Minuten sein bisher längster. Wäre das Drama in der typischen Spielfilmlänge von eineinhalb Stunden daher gekommen, hätte es seine jetzige Stimmigkeit wohl eingebüßt. Im Zentrum steht die zerstörerische Gruppendynamik innerhalb einer Clique von Internatsschülern, wobei das Kunststück gelingt, den Zuschauer aufzuwühlen und zu schockieren, ohne zur Pseudo-Veranstaltung zu verkommen (auch wenn dem Film genau das viele vorwerfen). Das schafft Stuber mit einer stringenten Inszenierung, unverkrampft aufspielenden Nachwuchsdarstellern und den Verzicht auf eine zu Ende deklinierte, vorgefertigte Erklärung für das Geschehen – erst recht auf eine mit erhobenem Zeigefinger.

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Düstere Parabel auf ein Lebensgefühl

kino-zeit.de

"Since I was born I started to decay. / Now nothing ever ever goes my way", so lautet die Textzeile des Placebo-Songs Teenage Angst, der jenes Lebensgefühl beschreibt, das Thomas Stubers gleichnamigen Film durchzieht. Auch Kurt Cobain besang in Serve the Servants das Lebensgefühl zwischen Weltschmerz, Frustration, Überdruss und zielloser Aggression mit den Worten "Teenage angst has paid off well / Now I'm bored and old...".

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Böses gedeiht auch, wo kein Mangel herrscht

Artikel aus den Stuttgarter Nachrichten vom 02.02.2009

"Für mich ist das ein großes Abenteuer", sagt Thomas Stuber, Regie-Student an der Ludwigsburger Filmakademie, und meint seinen 60-minütigen Vordiplom-Film "Teenage Angst", der 2008 auf der Berlinale lief, einige Preise gewonnen hat und nun mit Hilfe der MFG-Filmförderung ins Kino gekommen ist.

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„Die Mitläufer überwiegen“

Artikel aus den Stuttgarter Nachrichten vom 02.02.2009

Regisseur Thomas Stuber beschreibt mit „Teenage Angst“ den kurzen Weg von Langeweile zu hemmungsloser Gewalt. Im Interview spricht er über den Mitläufer in uns allen und warum er den Zuschauer gerne leiden lässt. Von FOCUS-Redakteurin Sandra Zistl

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Filmdienst

Vier Schüler eines Eliteinternats zwischen der titelgebenden „Teenage Angst“ und der Überholspur – erwartet sie doch eine privilegierte Zukunft, die schon verplant ist, bevor ihre Jugend angefangen hat. Benebelt von frei flottierendem Testosteron und der Gewissheit, mit Geld alles und jeden kaufen zu können, „abgeparkt von den Eltern am Arsch der Welt“, wie es der Gewissenloseste des Quartetts auf den Punkt bringt, sollen sie Führungskräfte werden, Manager von Großkonzernen, Stützen der Berliner Republik. In ihren Augen geht es aber nur um „Muschis und Moneten“ – so der zynische Tonfall der zukünftigen High Potentials.

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Moral ist uncool - Ein Spielfilm zeigt Machtspiele im Eliteinternat

Berliner Zeitung, 29.1.2009

Opfer, Täter, Mitläufer, Ideologe. Das sind die vier Archetypen der Diktatur. Robert Musil hat sie in seinem Roman "Die Verwirrungen des Zögling Törleß" auf vier heranwachsende Internatsschüler verteilt. Schauplatz sind die Mauern einer militärischen Kadettenanstalt, wie sie Musil selbst besucht hat. Ein Jahrhundert des Totalitarismus ist seit dem Erscheinen des Romans im Jahr 1906 vergangen, aber der Stoff hat nichts von seiner Dringlichkeit verloren. "Teenage Angst", der erste lange Spielfilme des 1981 geborenen Regisseurs Thomas Stuber, wagt dabei einen besonders eigenwilligen, stilsicheren Zugriff auf den Klassiker.

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DigitalDVD.de

Es mutet wie ein Relikt aus vergangenen Zeiten an: Ein Internat, in dem reiche Eltern, die mit der Erziehung überfordert sind, ihre Kinder abladen und in die Obhut der Lehrer vor Ort geben. Auf einer beschaulichen Burg im Sächsischen, die in ein solches Internat umgewandelt wurde, ist die Handlung von „Teenage Angst“ angesiedelt. Hierarchien entwickeln sich schnell, erst recht, wenn die Jungs auf der Schule ausnahmslos unter sich sind und in ein Kräftemessen verfallen. Da reicht schon die etwas zu emotionale Abschiedsszene zwischen Leibnitz und seiner Mutter, welche drei andere Schüler auf dem Burghof beobachten. Der Club, den die jungen Männer gründen und der in einer leer stehenden Waldhütte seinen Sammelplatz hat, wird zum Hort für Aktionen, die die Harmlosigkeit von Knabenstreichen bald überschreiten, und findet in Leibnitz ein williges Opfer.
Der 27jährige Regisseur Thomas Stuber, der während seines Studiums an der Filmakademie Baden-Württemberg schon ein paar Kurzfilme realisierte, hat nun mit „Teenage Angst“ einen ersten, halblangen Kinofilm vorgelegt. Dabei offenbart der Nachwuchsfilmemacher ein ausgesucht gutes Gespür für die richtigen Bilder und für einen effektvollen Spannungsaufbau. Die Handlung kreist in erster Linie um die vier jungen männlichen Protagonisten, weitere Schüler des Internats und Lehrer bleiben Randfiguren. Die Dramatik schaukelt sich immer weiter in die Höhe, sobald erste Grenzen überschritten sind, fallen auch bald weitere Tabus. Stuber hat die meisten Szenen mit einer unterschwelligen Bedrohlichkeit ausgestattet, wobei mit den Erwartungen der Zuschauer schon so manches Mal gespielt wird. Aus Andeutungen, Kameraeinstellungen und Figurencharakterisierung entwickelt sich eine latente Spannung, die den kurzweiligen Film zu einer geschickt konzipierten Psychostudie macht.

www.digitalvd.de

   

KINO.DE

"Zwei Schüler quälen einen der ihren, ein weiterer ringt mit seinem Gewissen: verstörendes Psychodrama und ausgereifte Bestandsaufnahme einer Jugend ohne Gott. Thomas Stubers nur knapp einstündiger Film war auf der Berlinale 2008 vertreten, weniger eine Erkundung jugendlichen Weltschmerzes, denn ein nihilistisches Sittenbild eines Clubs der tötenden Dichter. Vor dem nicht näher expositionierten Hintergrund eines Elite-Internats schwadronieren die beiden Alpha-Männchen Drybusch und Bogatsch von ihrer natürlichen Überlegenheit. In einer angemieteten Datsche entziehen sie sich den ahnungslosen Mentoren, deren Disziplinierungen längst ins Leere laufen. Zusammen mit dem arglosen Konstantin nehmen sie den verklemmten Adelsspross von Leibnitz auf - unter reichlicher Verwendung von Hochprozentigem, Drogen sowie absurder Mannbarkeits-Spielchen. Als der Neue die Beinahe-Vergewaltigung der Kellnerin Vaneska verhindert, foltert der sadistische Drybusch ihn zur Strafe über Tage. Während Bogatsch überzeugt mitmacht, klinkt sich Mitläufer Konstantin aus und ringt mit seinem Gewissen. Daraus entspringt eine Tragödie, die keiner Versuchsanordnung wie "Das Experiment" folgt, sondern dem Lebensgefühl einer jeunesse dorée nachspürt, in poetischen Bildern die soziale Konstitution von Opfer- und Täterrollen ausbreitet und von der Eigendynamik eines entfesselten Machttriebs kündet, der bei seinen Exzessen keine ethischen Grenzen beachtet. Die Lust an der Dominanz verbunden mit mangelnder Empathie gibt der Jugend in ihrem Sturm und Drang den präzise beobachteten, verstörenden Drive, mit dem derartige Konstellationen von Erwachsenen unbemerkt aus dem Ruder laufen und am Ende erschreckende Schlagzeilen produzieren. Stubers Spielfilmdebüt taucht künstlerisch überzeugend in diese hermetische Denkwelt ein und liefert eine Studie der Gewalt - in trügerisch schönem Look. Auf der Berlinale vorgestelltes Low-Budget-Drama von Debütant Thomas Stuber, der ein niederschmetterndes Bild der Jugend entwirft. Ähnlich wie "The Great Ecstasy of Robert Carmichael" oder "Das Experiment" schaukelt sich eine Situation aufgrund fataler Gruppendynamik hoch."


Quelle: kino.de

   

Deutschlandradio Kultur

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